Depression

Dem Leben zuversichtlich begegnen

Depressive Zustände oder Phasen kennt fast jeder Mensch. Sie kommen in unterschiedlichen Ausprägungen und Formen vor. Depressionen sind aber mehr als sich für einige Tage unglücklich und niedergeschlagen zu fühlen oder alles satt zu haben. Im Allgemeinen sind sie gekennzeichnet durch Gefühle von Hoffnungslosigkeit, innerer Leere und Verzweiflung und gehen mit Antriebslosigkeit, Sinnlosigkeit und Schlafstörungen über Wochen und Monate einher.

Viele Menschen nehmen Depressionen lange nicht ernst genug oder sehen sie als ein Zeichen von Schwäche, aber das nicht so. Es handelt es sich um eine leichte bis schwere Erkrankung, welche zum Teil familiäre und genetische Ursachen hat. Depressionen betreffen Menschen in unterschiedlicher Weise und können eine breites Spektrum an Symptomen verursachen. Dies können Grübeln, Selbstanklagen und negative Bewertungen sein, die in Rückzug und Isolation münden können. Sie können auch körperliche Symptome wie Lethargie, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit und Libidoverlust beinhalten sowie diverse Schmerzen. Wir reagieren häufig darauf, indem wir immer inaktiver werden und mehr und mehr das Interesse an unserer Umwelt und den Dingen verlieren, die wir normalerweise geniessen. Bevor wir das ganz realisieren, sind wir in einen Teufelskreis geraten, aus dem wir keine Kraft mehr zum Ausstieg finden.

Depressionen zählen zu den häufigsten Erkrankungen. Circa jeder zehnte Mensch erleidet sie einmal im Leben und je früher sie sich darum kümmern, diesen Zustand wieder aufzulösen, desto weniger verschlimmert und chronifiziert er. Die gute Nachricht ist, dass die meisten Menschen mit der richtigen Behandlung eine vollständige Erholung erfahren können. Therapie bietet die Möglichkeit, die Ursachen zu finden und zu erkennen, wie sie mit unseren Annahmen über uns und andere zusammenhängen. Sie kann uns helfen, diesen Kreislauf aus destruktiven Gedanken, Gefühlen und Verhalten zu durchbrechen und das Leben wieder aktiv in positive Richtung steuern zu lernen.

 

Angst

Das Leben neu wagen

 

Angstprobleme sind uns allen bekannt und erscheinen in vielgestaltiger Form. Auch wenn unsere moderne westliche Welt sicherer als je zuvor worden ist, bleiben Schwierigkeiten mit Ängsten etwas, das jeden vierten von uns mindestens einmal im Leben betrifft. Ob es sich dabei um unspezifische Ängste handelt vor Neuem oder Zukünftigem oder ob es sich um umschriebene Ängste handelt, wie etwa vor sozialen Situationen, Prüfungen, Auftritten, Verlusten, Krankheit oder etwa vor Höhe oder geschlossenen Räumen, das fundamentale Problem ist unsere Angst vor der Angst selbst.

Unsere Versuche, damit umzugehen und angstbesetzte Situationen zu meiden oder abzudämpfen, wie etwa mit übermässigem Gebrauch von Medikamenten oder Suchtmitteln aller Art, führen nicht zu einer Lösung, sondern münden darin, die Angst aufrecht-zuerhalten oder gar zu verstärken.

Der erste Schritt im Umgang mit der Angst ist, zu verstehen, wie sich die Angst entwickelt hat. Angst hat eine biologische Grundlage und warnt uns vor bedrohlichen Gefahren. Das ist für unser Überleben sehr nützlich. Angst kann sich in unseren Gedanken aber auch unnötig auf faktisch nicht bedrohliche Situationen ausweiten, wo wir uns Bedrohung, Ohnmacht und Kontrollverlust vorstellen und meinen, das nicht aushalten zu können.

Psychisch weisen uns Ängste auch auf Dinge hin, die wir nicht sehen oder die wir nicht gerne spüren wollen. Es sind die als sehr unangenehm erlebten Gefühle, die dahinter liegen. Diese abzuwehren ist nicht sinnvoll und blockiert uns, was oft massive Einschränkungen in der Handlungs- und Leistungsfähigkeit sowie in der Lebensqualität zur Folge hat. Sie werden zur Gewohnheit, machen uns unfrei und begünstigen Abhängigkeit.

 

Hinter jeder Angst wohnt eine Sehnsucht! Wenn wir die Wurzel unserer Ängste begreifen, die entweder aufgrund von negativen Erfahrungen entstanden sind oder die im Lauf der Zeit kulturbedingt und in der Erziehung gelernt wurden, lösen sie sich teilweise verblüffend schnell auf. Bei anderen Ängsten braucht es mehr Zeit, um sich dem zu stellen, was wir nicht als Gegebenheit annehmen wollen.  Uns von Angst zu befreien bedeutet unsere Denkweise herauszufordern und mit Unterstützung Neues zu wagen. 

 

Trauma

Angemessen fühlen und handeln

Traumata gibt es leider viel häufiger als gemeinhin angenommen. Oft sind sie den Betroffenen nicht oder nur sehr unvollständig bewusst, sie bestimmen aber auf destruktive Weise unterschwellig ihr Erleben und Verhalten. Bestimmte Auslöser funktionieren wie psychische Knöpfe, über die Reaktionen aus der ursprünglichen traumatischen Situation ausgelöst werden, welche für alle Beteiligten oft völlig überraschend und zunächst unverständlich sind. Vielen ist es nicht möglich, dies aus sich heraus in den Griff zu bekommen.

Traumata werden verursacht durch verschiedenste schwere Lebensereignisse, wie etwa Unfallerlebnisse, Verlust von nahen Angehörigen, Gewalterlebnisse, Krankheiten, Arbeitsplatzverlust und finanzielle Not. Sie entstehen aber ebenfalls durch eine Häufung von Erlebnissen wie Vernachlässigung, Abwertung, Manipulation, verbale Gewalt, Mobbing oder andere beschämende Erlebnisse.

Durch den Schock und die Überforderung erstarren sowohl die Wahrnehmung als auch die damit einhergehenden Gefühle und Reaktionen. Sie werden nicht mehr weiter­verarbeitet und werden quasi zur „Brille“, mit der Betroffene spätere Ereignisse von ähnlichem Charakter interpretieren und bewerten. Handlungsblockaden und plötzliche Erinnerungsbilder führen dazu, dass das unbewusste Reagieren den aktuellen Umständen nicht mehr angemessen ist. Schlafstörungen, Alpträume sowie Trauma-folgestörungen wie Depressionen, Ängste oder Suchterkrankungen können sich in Konsequenz davon entwickeln.

Diese Traumafolgen können, wenn sich Betroffene mithilfe der Therapie sicher genug fühlen und eine ausreichend stabile innere und äussere Situation erreicht haben, mit EMDR, einem speziellen Verfahren, meist weitestgehend aufgelöst werden, so dass die Belastung gemildert, die Symptome zurückgehen und ein flexibles, angemessenes Reagieren wieder möglicht wird. 

 

Beziehungsprobleme

Darf es denn Freundschaft oder Liebe werden?

Als Menschen leben wir immer in verschiedensten Formen von Be​ziehungen. Wir alle wollen dass sie glücklich und erfüllend sind und die meisten glauben, dass wir fähig sind, die Liebe, Unterstützung und Ehrlichkeit zu geben, die eine Beziehung zum Blühen bringt. Wir denken, dass wir es richtig machen, aber viele Beziehungen kommen nach einer gewissen Zeit dennoch in Schwierig-keiten. Missverständnisse, ungelöste Konflikte oder unverarbeitete Verletzungen münden häufig dahin, dass Menschen kaum mehr miteinander konstruktiv reden können, dass sie kein Verständnis mehr für die Unterschiedlichkeit des anderen haben, dass sie weniger positiv füreinander fühlen und weniger  Gemeinsamkeiten, Nähe oder Intimität miteinander teilen.

Es gibt tatsächlich häufig zu wenig Möglichkeiten, gute Grundlagen für das Beziehungsmiteinander zu lernen. Deshalb ist es mir wichtig, Interessierten Einsichten zu ermöglichen, wo immer wieder Schwierigkeiten auftauchen. Dies betrifft sowohl Paarbeziehungen, als auch Beziehungen mit Verwandten, Freunden oder Arbeitskollegen.

Fachliche Hilfe biete ich gerne speziell Paaren an, die sich erstmals ernsthafter aufeinander einlassen wollen, Paaren, die entschlossen sind, sich tiefer in einer Beziehung zu binden, aber an negativen Vorerfahrungen stolpern, Paaren, die eine stressvolle Familienzeit erleben, oder erfahrenen Paaren, deren Beziehung nach Jahren in einer Krise festgefahren ist.

Zu Beginn steht eine ehrliche Bestandaufnahme der aktuellen Beziehungssituation:

  • Wo stehen wir miteinander?

  • Wo gibt es Probleme?

  • Was sind unsere jeweiligen Bedürfnisse und Visionen?

  • Was haben wir gemeinsam und wo sind wir verschieden?

  • Wie können wir wieder Vertrauen ineinander finden?

  • Wie können wir mit einer schweren Erkrankung oder einem Verlust umgehen?

  • Wie mit Uneinigkeit in Erziehungsfragen?

Ziel ist es, ein tieferes Verständnis und Respekt füreinander zu entwickeln. Wenn beide Partner die Bedürfnisse ihres Wesens nach eigenständiger Entfaltung ans Licht bringen und sich mit den Ängsten davor auseinandersetzen, kann Bindung wachsen, ohne dass Abhängigkeit entsteht.

Alle Aspekte von Beziehung, wie Kommunikation, Aufgabenverteilung, Konfliktlösung oder Zeitaufteilung dürfen im geschützten Raum mit dem Therapeuten beleuchtet werden. Sie werden als Paar darin begleitet wie es gelingt, sich wieder zu fühlen, ungute Gewohnheiten aufzulösen und das Interesse am Gemeinsamen wiederzugewinnen. Ganz konkrete praktische Abmachungen und Anleitungen, Strukturen für das Zusammenleben sowie das Trainieren kommunikativer Fertigkeiten können dazu dienen, Klärung zu finden und Nähe zu schaffen.

Oft ist es erst mit einer neutralen Person zusammen möglich, überwältigende Emotionen, Verletzungen, Tabus und Wünsche zu thematisieren und auszuheilen, damit das Feuer der Innigkeit, Leidenschaft und Intimität wieder aufflammen und wertvolle gemeinsame Zeit wachsen kann.

 

Stress / Burnout

Warum ist Entspannung so schwierig?

 

Unsere schnelllebige Zeit produziert wahre technologische Wunder und beinahe unbegrenzte Möglichkeiten. Gleichzeitig werden wir aber immer mehr Anforderungen ausgesetzt, die Stress in unterschiedlichster Art verursachen können. Da wir am liebsten allen gerecht werden wollen, beginnt oft ein Teufelskreis, der in einen tiefen Erschöpfungszustand mundet. Werden die Anzeichen von zu viel Stress nicht rechtzeitig erkannt und wirken sie Ihnen nicht entsprechend entgegen, werden oft Beziehungen und Gesundheit beeinträchtigt. Über die Hirnforschung gibt es inzwischen viel mehr Kenntnisse über die körperlichen Prozesse, welche mit Stress und Stressabbau einhergehen.

 

  • Fragen Sie sich, wo Sie sich immer wieder zu viel aufladen und wie Sie unnötig Energie verlieren?

  • Sind Sie noch motiviert und effektiv in ihren Alltagsaufgaben?

  • Drehen Sie sich zu oft in ihren Gedanken und Handlungen im Kreis?

  • Was genau verursacht Ihnen wirklich Stress und welche Auswirkungen hat das?

  • Wie können Sie echten Mehrwert und Qualitätszeit in ihr Leben bringen?

  • Finden sie nicht mehr ausreichend Erholung in ihrer freien Zeit und öfter an der Grenze zur Überforderung?

Wir beschäftigen uns damit, welche körperlichen und mentalen Prozesse bei Stress ablaufen und wie innere und äussere Ursachen von Stress frühzeitig erkannt werden können. Sie lernen einen Umgang mit belastende Emotionen sowie ihre Gedanken im Zusammenhang mit der aktuellen Situation und der eigenen Lebensgeschichte zu regulieren, und sie trainieren die beteiligten Gehirnregionen über gezielte Übungen und  Mentaltechniken. Diese werden so vermittelt, dass sie alltagspraktisch gut umsetzbar sind und persönlich zugeschnitten werden können.

Diese Methoden sind bei regelmässiger Anwendung nachweisbar wirksam, sodass Stress nachhaltig abgebaut oder ihm vorbeugend begegnet werden kann.

 

Krise

Konstruktiv mit Überforderungen umgehen

Alle Menschen erleben Krisen - Phasen in denen sie nicht mehr weiter wissen, in denen schwierige Entscheidungen zu treffen sind oder in denen die bisherigen Lösungsmöglichkeiten nicht mehr ausreichen. Solche Krisen bahnen sich über längere Zeit an oder werden durch einschneidende Ereignisse ausgelöst. Für die Hilfe zur Bewältigung stehen Familie oder Freunde oft zu nahe oder zu weit entfernt, oder sie sind selbst Teil des Konfliktes.

 

  • Befinden Sie sich in einer schwierigen Situation oder haben Sie eine wiederkehrende Problematik in beruf​lichen oder in privaten Beziehungen und möchten diese klären?

  • Haben Sie Entscheidungs- oder Orientierungs​schwierigkeiten in bestimmten Situationen, die Ihre Lebensqualität beeinträchtigen?

  • Sind Sie in einer akuten Krise oder in einem Konflikt, mit dem sie nicht zurechtkommen, oder hat sie ein Lebensereignis getroffen, das sie aus der Bahn wirft?

 

Es ist sinnvoll, überfordernde Belastungen beizeiten anzugehen und sich Hilfe zu holen. So können sie präventiv ihre Gesundheit besser erhalten. Ziele, Tempo und Dauer der Krisenintervention ergeben sich jeweils aus der Situation, dem Prozess wie auch aus den Umständen und werden gemeinsam abgesprochen.

In dringenden Fällen werde ich ein Erstgespräch zur Abklärung der Situation innerhalb kurzer Frist ermöglichen.